Verbraucherschutz

Um für den Bürger einen wirksamen Verbraucherschutz zu erreichen, wurden in jeden Bundesland Beratungsstellen eingerichtet. Bei Unstimmigkeiten, wo der Käufer sich nach dem Erwerb der Ware getäuscht fühlt, kann er sich an eine Verbraucherschutzzentrale wenden und durch ein persönliches Vorsprechen, telefonisch oder per Mail seine Beschwerden vorbringen. Die Mitarbeiter nehmen das Problem entgegen und leiten bei groben oder mehrmaligen Verstößen entsprechende Maßnahmen ein, sodass der Verbraucherschutz gewahrt bleibt. Die Sanktionen können von einer Abmahnung bis zum Bußgeld gehen. Geschulte Rechtsanwälte beantragen ein Verfahren vor Gericht und bei einer Verurteilung können erhebliche Strafzahlungen die Folge sein.

Eine weitere Möglichkeit den Verbraucherschutz durchzusetzen ist, die Bevölkerung über Missstände einzelner Produkte über die Medien zu informieren. Diese Art der Bewertung einzelner Waren ist von den Unternehmen sehr gefürchtet, da die Verbraucher in Zukunft Abstand von dem kritisierten Produkt nehmen und dadurch weniger der betroffenen Ware verkauft wird.

Es wird aber nicht nur im produzierenden Bereich geschummelt, auch im Dienstleistungssektor soll der Kunde getäuscht werden, wie ein Beispiel der Fluggesellschaft Ryanair zeigt. In großen Prospekten wirbt der Billigflieger mit besonders günstigen Preisen für seine Leistung. Neben der Grundleistung kommen nach und nach weitere Zuschläge dazu. De Flugpreis lag bei 127,96 Euro und der Endpreis betrug 278,12 Euro, was für eine Mehrbelastung des Reisenden von 150.16 Euro sorgte. Die Verbraucherzentrale wollte dieser Beschwerde eines Bürgers nachgehen und die Fluggesellschaft zu dieser Sache befragen. Auf der betreffenden Internetseite gibt es kein Impressum, sodass eine Beschwerde oder Anfrage per Mail nicht möglich ist. Nur über ein Formular mit Eingabe der Buchungsnummer kann ein Kontakt mit dem Unternehmen hergestellt werden. Das Auftreten der Fluggesellschaft ist sehr unseriös und der Verbraucherschutz wird hier mit dem Fußen getreten.

Besonders dreist sind Schlüsseldienste, welche mit der Not ihrer Kunden so richtig Kasse machen wollen. Dieser Punkt beschäftigt schon seit längerer Zeit die Verbraucherzentralen. Hier ist es besonders schwierig den Verbraucherschutz durchzusetzen, da diese unseriösen Firmen immer wieder unter einer neuen Adresse auftauchen. Besser ist es, einen Wohnungsschlüssel bei guten Verwandten oder Bekannten zu deponieren oder einen seriösen Schlüsselnotdienst aus der Nähe suchen.